In Panama dreht sich alles um den Kanal, dessen Geschichte im Jahre 1881 mit den ersten Arbeiten durch die Franzosen begann, die
jedoch acht Jahre später wieder eingestellt wurden. Diese acht Jahre kosteten bereits ca. 22.000 Arbeitern das Leben, die an Tropenkrankheiten wie Gelbfieber oder Malaria starben. Erst 1906 wurden
die Arbeiten von den Amerikanern wieder aufgenommen, nachdem der Gesamtkomplex einige Jahre vorher für den Betrag von ca. 40 Millionen US$ an Amerika verkauft wurde.
Unter der Leitung von Ingenieur Goethals und einer Bauzeit von insgesamt acht Jahren wurde der Kanal 1914 fertiggestellt und bereits
am 15. August desseben Jahres durchquerte das erste Schiff, die USS Ancon den Kanal. Die Passage des 81,6 km langen und an engster Stelle 91 m breiten Kanales dauert bis zu 12 Stunden und kostet die
Schiffe je nach Größe und Ladung zwischen 600,- und 250.000,- US$. Die höchste Summe hat bisher jedoch ein Chinesisches Frachtschiff in Höhe von 264.000,- US$ bezahlt -
Denkmal Goethals
die bisher kleinste Summe von 36 US Cent mußte Richard Halliburton im Jahre 1928
entrichten, als er den Kanal innerhalb von 10 Tagen durchschwamm. Wir hingegen suchten den bequemeren und komfortableren Weg und benützten zur Kanal-Teildurchfahrt ein Schiff - die Pacific Queen,
die wir am unteren Teil des Gatun Sees bei Gamboa betraten. Von hier aus fuhren wir nun Kanalabwärts in Richtung Pazifik und durchquerten als erstes die Pedro Miguel-Schleuse, in der
Pacific Queen
wir um 9,5 Meter
gesenkt wurden, bevor wir auf der anderen Seite wieder ausfahren konnten. Einige hundert Meter weiter durchfuhren wie die Jahrhundert- brücke, der Puente Centenario, die an- lässlich des hun- dertsten
Pedro Miguel-Schleuse
Pedro Miguel-Schleuse
Geburtstages seit Beginns des Kanalbaues vom deutschen Baukonzern Bilfinger Berger in
nur 27 Monaten Bauzeit errichtet wurde. Die rund 1000 Meter lange Schrägseilbrücke befindet sich 80 Meter über dem Kanal und getragen wird sie von zwei schlanken Pylonen und 128 weißen Stahlkabeln.
Schon von Weitem konnte man nun bereits das Schleusensystem von Miraflores erkennen.