Schon nach Betreten der Abfertigungshalle des Flughafens Albrook konnten wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. In einem völlig
heruntergekühlten Wartebereich saßen bereits ein paar Kuna und in einer Schlange vor einem undefinierbaren Desk waren Eimer und mit Namen versehene Pakete abgestellt. Momentan wußten wir nicht, wie wir
uns zu verhalten hatten und setzten uns ebenfalls mit unseren Taschen in den Wartebereich. Erst nach Eintreffen eines weiteren Kuna und der Beobachtung, daß dieser seinen Eimer ebenfalls in die Schlange
stellte, wurde uns bewußt, daß diese Schlange für Gepäck gedacht war und reihten unsere Taschen ebenfalls dort ein. Es war schon witzig, daß wir wohl die einzigen mit richtigem Gepäck waren.
Kurz
darauf wurde auch der bis dahin undefinierbare Desk geöffnet und dieser entpuppte sich als Gepäckkontrolle. Hier mußte man die Eimer, Pakete und sonstiges Gepäck daraufstellen welches von einem Herrn in
Handschuhen untersucht wurde. Bei unseren Taschen war er jedoch sehr nachsichtig und nach dem Öffnen verzichtete er auf eine Betatschung und wir kamen zum Einchecken. Auch hier hatte ich im Januar
bereits wieder unsere Flüge übers Internet direkt bei Aeroperlas gebucht und wir waren bereits gespannt, ob denn nun hier alles klappen würde und wir wurden positiv überrascht. Als ich der Dame am
Schalter unsere daheim ausgedruckten E-Tickets vorlegen wollte, schob sie diese nur ungesehen beiseite und verlangte unsere Reisepässe - das wars und schon bekamen wir unsere Boarding-Karten, welche uns
ein schallendes Lachen entlockten.
Denn statt der gewohnten Papierkarten bekamen wir hier je ein rotes Plastikteil in die Hand gedrückt, auf denen die Nummern 3 und
4 aufgeklebt waren und wir wurden auf Ausgang 2B verwiesen. Hinter Ausgang 2B versteckte sich die Sicherheitskontrolle - wir wurden durch- leuchtet, welch Hightech doch in diesem Flughafen.
Hier hat beim Durchgehen alles gepiepst was zu piepsen war, sogar meine Haarspange mußte ich abnehmen und wir gelangten in die Abflugshalle.
“Boardingkarte”
Draußen wurde es bereits hell und durch die getönten Glasscheiben konnte man bereits die Umrisse der Flieger auf dem Vorfeld erkennen
und mir wurde Angst und Bange als ich diese kleinen “Rutscherl” bei zunehmender Helligkeit genauer zu sehen bekam..... Eine viertel Stunde vor geplantem Abflug wurden wir von einer vermeintlichen
Stewardess aufgefordert, mit ihr zu unserer Maschine zu gehen. Vorbei an den kleinen, und immer noch kleiner werdenden Flugzeugen geleitete sie uns zu unserer -
unsere Maschine
der kleinsten Maschine die hier stand und die sich im Inneren lt. Sicherheitskarte in der Sitztasche als Twin Otter identifizierte.
Die Ziffern auf unserern “Boardingkarten” hatten keinerlei Bedeutung - hier herrschte Sitzfreiheit und Uwe suchte sich natürlich den Platz gleich hinter dem Kapitän im Cockpit aus, wo man eine
Zwischentüre vergeblich suchte. In den Sitzreihen waren auf der rechten Seite zwei, auf der linken Seite je nur ein Sitz und im Gesamten hatte der Flieger nicht mehr als 20 Sitzplätze
vorzuweisen.